Auslandssemester 2.0: Zwischenruf aus Mexiko Episode VI

Hola Alemania, adios México!

Nun ist es also so weit: Nach vier Monaten geht das Abenteuer Auslandssemester Mexiko zu Ende. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blicke ich auf diese Zeit zurück.
Vor einigen Wochen begann mein Erster Zwischenruf hier aus Mexiko mit den Worten „Hola México, adios Alemania!“, so muss ich das Ganze nun umdrehen und es heißt „Hallo Deutschland, tschüss Mexiko“ – auf jeden Fall fürs Erste.

Wochen voller neuer Eindrücke, Lebenserfahrungen und Begegnungen neigen sich dem Ende zu. Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus kann ich nur jedem von euch raten, die Chance wahrzunehmen, für eine Zeit ins Ausland zu gehen – sei es für ein Semester wie bei mir, vielleicht zum Arbeiten oder einfach nur für einen etwas längeren Urlaub. Neben dem, was ich an der Universität Neues dazu gelernt habe, so bin ich nach meiner Rückkehr nun auch reicher an Begegnungen mit unglaublich netten Menschen, unfassbaren Natureindrücken und auch einfach glücklich über die Tatsache eine neue Kultur kennenlernen zu konnten.

Puerto Vallarta in Mexiko

Strand in Puerto Vallarta, Mexiko

Guanajuato in Mexiko

Als ich das erste Mal darüber nachgedacht hatte, nach Mexiko zu gehen, hatte ich die typischen Bilder aus den Urlaubskatalogen im Kopf: Sonne, weiße Sandstrände, glasklares Meer, … was man eben so von Cancún kennt. Leider habe ich es auch dieses Mal wieder nicht dorthin geschafft, aber wenn es dort nur halb so schön ist, wie im Rest Mexikos, dann muss ich da wohl doch noch mal hinschauen.

Mexiko ist wirklich ein tolles Land und was mich immer wieder daran fasziniert, sind die Menschen. Die unglaubliche Offenheit, Warmherzigkeit und Freundlichkeit, mit denen sie einem begegnen sucht seinesgleichen. Da können wir uns manchmal noch ein Beispiel daran nehmen.

San Miguel de Allende

Ich hoffe, mit meinen Zwischenrufen konnte ich euch ein wenig teilhaben lassen an meinen Erlebnissen hier in Mexiko und freue mich, wenn ich die Lust auf einen Auslandsaufenthalt in euch wecken konnte. Wer weiß, vielleicht sehen wir uns in irgendeinem fremden Land auf der Welt wieder.

Für mich geht es jetzt zurück zu meinen Kolleginnen und Kollegen bei den zeroseven design studios für das 6. Semester meines dualen Studiums BWL – Dienstleistungsmarketing. Sollten wir uns nicht an irgendeinem fremden Ort auf der Welt wiedersehen, dann ja vielleicht in der Zionskirche in Ulm.

Bis dahin wünsche ich euch nur das Beste,
Franzi

Auslandssemester 2.0: Zwischenruf aus Mexiko Episode V

Zu Besuch in Guadalajara dem  „Silicon Valley“ Mexikos

So, meine Lieben: Heute steht ein bisschen Kultur auf dem Programm. Letzten Sonntag habe ich mich nämlich auf den Weg nach Guadalajara gemacht. Doch erst mal der Reihe nach.

In ca. drei Stunden Autofahrt gelangt man von León aus nach Guadalajara, der mit knapp 1,5 Mio Einwohnern, zweitgrößten Stadt Mexikos. Sie liegt im Bundesstaat Jalisco.

Aber nun auch schon genug der Zahlen: In Guadalajara angekommen schwingen wir uns nach einem kleinen kulinarischen Zwischenstopp mit Tacos Dorados auf einen der zahlreichen Touri-Busse, die einem in fünf Stunden die komplette Stadt zeigen.

Touri-Bus Guadalajara Mexiko

Los Arcos Guadalajara Mexiko

Vorbei an der Catedral Metropolitana, dem Palacio de Gobierno, dem Plaza de la Liberación und Los Arcos gelangen wir nach ca. drei Stunden zu einem Tequila-Museum. Denn ganz in der Nähe von Guadalajara liegt die Stadt Tequila, wo der mexikanische Schnaps aus Agaven gewonnen wird. Deswegen müssen wir uns wie echte Touristen auch die Geschichte und Produktion des Tequilas erklären lassen. Nicht zu verschweigen, die Kostprobe am Ende der Führung.

Palacio de Gobierno Guadalajara Mexiko

Tequila-Museum Mexiko

Hier noch eine Notiz, die euch vielleicht nützlich sein könnte, wenn ihr mal bei Günter Jauch auf dem Kandidatensessel Platz nehmen dürft: Der echte Tequila darf nur in Mexiko  hergestellt werden, und das auch nur in fünf Staaten: Jalisco, Nayarit, Michoacán, Tamaulipas und Guanajuato.

Und wenn wir dann schon mal in Guadalajara sind, dann schauen wir auch im noch ziemlich neuen Fußballstadion Estadio Omnilife vorbei, da heute León zu Gast ist. Fast alle mexikanischen Fußballclubs haben Tiernamen. So – na, klar – die Löwen aus León, die Ziegen aus Guadalajara, Pumas, Haie…. Das Spiel geht nach 90 eher müden Minuten 1:0 für León zu Ende.

Estadio Guadalajara Mexiko

Bevor wir uns dann auf den Heimweg machen, probieren wir noch das für Guadalajara sehr typische Gericht „Carne en su jugo“. Dreimal dürft ihr raten, um was es sich hierbei handelt. Richtig: Fleisch – zubereitet im eigenen Saft.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Der Titel meines heutigen Zwischenrufs ist nicht zufällig gewählt, denn hier in Guadalajara sind viele internationale Unternehmen ansässig. So zum Beispiel IBM, Intel, Continental, Hewlett-Packard, Oracle und Siemens. Der Fokus liegt, wie sich nur unschwer erkennen lässt, in der Elektronikindustrie.

Catedral Metropolitana Guadalajara Mexiko

Für mich interessant zu sehen war die Kombination aus historischen Bauwerken, Tradition und den riesen Fabriken und internationalen Unternehmen. Schaut doch einfach mal vorbei, wenn ihr in Mexiko seid. Die Stadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Nos vemos pronto,
Franzi