Flash Player 10 Content in Flash CS3 erstellen

Flash 10 bietet eine enorme Fülle an neuen Möglichkeiten und auch das Script hat eine Erweiterung erfahren. Da schon die Sprachreferenz für ActionScript 3 / Flash 10 herausgegeben wurde, sowie der Flash Plaer 10 bereits zum Download bereit steht, wäre es natürlich interessant die Möglichkeiten, ins besondere die der neuen AS-Klassen, zu testen.

Es gibt eine, wenn auch etwas umständlichere Möglichkeit, Flash 10 Content in Flash CS3 zu erstellen. Dazu legt man zunächst ein AS3/FL9-Dokument an und verbindet dieses mit der AS-Programmierung. In dieser Programmierung wird nun eine Versionsabfrage für den Player implemetiert:

var resultString:String = String(Capabilities.version);

Das Ergebnis aus dieser Abfrage kann nun für eine Unterscheidung zwischen den einzelnen Versionen genutzt werden. Um nun ein Ergenbis zu sehen, nutzen wir einen Befehl der nur in Flash 10 nutzbar ist: die 3D Rotation. Dazu erstellen wir einen Movieclip den wir um die x-Achse rotieren und schreiben den Film heraus.

Um nun einen echten Flash 10 Content zu bekommen öffnen wir das erstellte SWF-File in einem HexCode-Editor. Hier ersetzten wir das 4 Paar (09 bei Flash 9 Content durch ‚0A‘. Dies zeigt dem Player nun an, dass Version das SWF-File von der Version 10 ist. Öffnen wir nun das SWF in einem Flash 10 Player sehen wir den rotierten MovieClip, ansonsten nur den planen MovieClip.

Sollten bei Ihnen schon der Player 10 installiert sein, sehen Sie hier eine rotierte Fläche. Bei den Versionen unter 10 ist eine plane Ebene zu sehen:

Flash 10 Content in Flash CS3

Download des aktuellen Players unter: adobe.com

Flash CS4 & FlashPlayer 10

Lange wird es nicht mehr dauern und Adobe wird Flash CS4 und den dazugehörigen FlashPlayer 10 herausbringen. eine Beta-Version des FlashPlayer 10 gibt es bereits bei Adobe labs zum download. Doch stellt sich wie immer die Frage, welche neuen Funktionen und Features werden den Entwicklern und Designern geboten?

Insgesamt kann man sagen, dass sich einiges getan hat. Eine Veränderung ist, dass laut Richard Galvan (Flash-Produktmanager) das binäre FLA-Format nicht mehr für die Quelldateien verwendet. Vielmehr wird das XFL-Format verwendet. Dieses basiert auf dem XML-Standard und es handelt sich um zip-komprimierte Files. Diese werden dazu alle benötigten Assets enthalten. Zu dem soll das XFL-Format dokumentiert werden und somit Drittanbietern zugänglich gemacht werden.
http://www.moock.org/blog/archives/000269.html

Im Bereich Text und Schrift hat sich ebenfalls etwas getan. So soll es Möglich sein ein Spaltenlayout, wie man es aus InDesign kennt, also Textfluss von einer Textbox in die nächste, in Flash zu realisieren. Auch wird der TExt von der neu integrierten S3-Engine unterstützt, was bedeutet, dass Text im Raum dreh- und skalierbar ist. Zudem wurde das Antialaising (wieder) verbessert.

Insgesamt bekommt der FlashPlayer eine 3D engine, die es ermöglicht 2D-Objekte im Raum zu bewegen. In wie weit diese mit zum Beispiel papervision oder Sandy vergleichbar ist, bleibt abzuwarten.

Die Animation von Objekten über die Zeitleiste wird ebenfalls verbessert. So soll das erstellen und bearbeiten von Tweens vereinfacht worden sein. Der Motion Editor erfüllt hier eine maßgebliche Rolle. Zudem wird es eine Art Verkettung von Objekten geben. Damit lassen sich komplexe und kausale Animationen einfacher erzeugen.

Interessant wird auch im Bereich Filter und Effekte. So wird es eine Implementierung von Pixel Bender, ehemals Hydra, geben. Dieses fand bisher Verwendung in AfterEffects und ermöglicht der erstellen von eigenen Filtern und Effekten. Wer sich etwas mit AfterEffects auskennt, kann abschätzen, was dies für Flash bedeutet. Diese Filter können zur Laufzeit animiert werden.

Die Möglichkeiten im Bereich Sound wurden ebenfalls erweitert. So wird es eine Sound API geben, die ein audio-mixiing auf Applikationsebene ermöglicht. Durch die Nutzung von Pixel Bender ist es auch möglich den Sound mit eigenen Filtern zu bearbeiten.

Für die Performance wurde zu dem noch etwas getan. So bietet der FlashPlayer 10 eine integrierte Hardwareunterstützung, womit die CPU entlastet wird. Auch gibt es eine interne Bitraten-Prüfung. Damit wird zum Beispiel die Videostream-Rate dynamisch an die Netzwerkkonditionen angepasst.

Insgesamt kann man sagen, dass sich viel getan hat und der Umstieg auf Flash CS4 lohnt auf jeden Fall. In wie weit die Punkt nutzbar sind und wie diese Features ausgeprägt sein werden bleibt abzuwarten.