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Vorsicht: Standard – Ungewollte Anzeigenschaltung in AdWords Suchnetzwerken

Wo schaltet Google Anzeigen bei Standard-Einstellungen?

Es ist kein Geheimnis, dass Google sich zum größten Teil durch Google AdWords finanziert.
Suchmaschinenwerbung mit AdWords scheint einfach, transparent und und flexibel.
Schnell sind die ersten Keywords und entsprechenden Anzeigen erstellt. Jeder Klick und jede Suchanfrage kann durch unzählige Auswertungsmöglichkeiten bis ins Detail nachverfolgt und analysiert werden. Und man ist flexibel, da Kosten pro Tag begrenzt und jederzeit die Anzeigenschaltung pausiert werden kann.

Schöne einfache AdWords Welt… nicht wahr?!

Dass mit dem vielleicht etwas zu überhasteten Erstellen von Anzeigen und Keywords teilweise viel Geld in den Google-Himmel geblasen wird, stellt sich dann leider immer erst nach Monaten oder sogar Jahren heraus.

So merkt man oft erst nach einiger Zeit, dass zu viele Keywords hinterlegt wurden, welche nicht perfekt zum/r Produkt/Dienstleistung passen und dass der falsche Übereinstimmungstyp der Keywords eingerichtet wurde oder das Potenzial des sogenannten Modifizierers nicht ausgeschöpft wird. Hierdurch werden viel zu oft Anzeigen geschalten, bei denen die Suchanfragen nicht zu den eigenen Leistungen passen. Dies bedeutet nicht nur, für ungewollte Anzeigenschaltungen zahlen zu müssen sondern auch, dass sich diese qualitativ schwachen Klicks negativ auf die Suchmaschinenoptimierung auswirken. Denn jeder Besucher, der zwar auf eine Anzeige klickt, aber direkt wieder zurück auf die Suchergebnisse springt, kostet nur Geld und bringt nichts. Und aus Suchmaschinen-Sicht sogar eine Abwertung der Website.

Eine professionelle Einrichtung der gesamten AdWords-Kampagne kann somit „Gold“ und Geld wert sein.

Denn Google ist ziemlich clever. Wie bereits zu Beginn erwähnt, macht Google mit Adwords das meiste Geld.
So liegt es nahe, dass Google immer darin bestrebt sein wird, so viele Anzeigen wie möglich schalten zu lassen und somit durch noch mehr Klicks noch mehr Geld zu machen. Und dies schafft Google einfach, indem als Standard stets die Einstellungen so gewählt sind, welche viele Anzeigenschaltungen und somit viele Klicks auslösen.

Im Folgenden stellen wir zwei Beispiele vor, die man sich auf jeden Fall einmal genauer anschauen sollte:

 1.) Zielregion ist nicht gleich Zielregion

Google AdWords bietet die Möglichkeit, seine Zielgruppe durch die Auswahl einer „Zielregion“ einzugrenzen. Hierbei kann die Auswahl per Land, Stadt oder über eine Kilometer-Umkreis-Definition erfolgen. Von Google empfohlen und als Standard definiert ist die Auswahl „Nutzer in meiner Zielregion bzw. die danach suchen oder sich Seiten dazu ansehen“, wenn lediglich ein Ziel-Land (und keine Stadt/kein Umkreis) bestimmt wurde.
Hierdurch werden nicht nur in der zuvor definierten Zielregion Anzeigen geschalten (wie erwartet werden könnte), sondern darüber hinaus auch noch in folgenden Fällen:

zeroseven-labs_AdWords-Suchnetzwerke_1Die zweite Auswahlmöglichkeit unter „Standortoptionen (erweitert)“ bietet genau dies, wovon im Normalfall ausgegangen wird.

2.) Google-Suchnetzwerk ist mehr als nur die Google-Suche

Direkt bei der Einrichtung des AdWords Kontos muss der Nutzer auswählen, ob Anzeigen im „Such- und Display-Netzwerk“ oder „nur im Suchnetzwerk“ geschalten werden sollen.

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Wenn keine Text-, Bild- oder Video-Anzeigen auf anderen Websites (AdSense-Netzwerk) geschalten werden sollen, ist klar, dass „nur Suchnetzwerk“ gewählt wird.

Erst im zweiten Schritt gibt es eine weitere Auswahlmöglichkeit: „Werbenetzwerke“.
Hier ist standardmäßig der Haken bei „Such-Netzwerk einbeziehen“ gesetzt. Dies ist etwas verwirrend, da direkt darüber der grüne Haken bei „Google Such-Netzwerk“ angezeigt wird und dies auch nicht geändert werden kann.

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Doch was bedeutet dies?
Als unerfahrener AdWords Nutzer könnte man davon ausgehen, dass es sich beim Google-Suchnetzwerk um die Anzeigenschaltung auf den Google-Suchergebnisseiten handelt.

Dies ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Und genau dieser unscheinbar aussehende Haken bei „Werbenetzwerke“ macht den Unterschied. Denn AdWords wird genau genommen in drei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt:

  • Google-Suche
  • Websites im Such-Netzwerk
  • Google Display-Netzwerk

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Bei „Websites im Such-Netzwerk“ handelt es sich um ein Partner-Programm von Google. Ausgewählte Partner haben hierbei die Google-Suche auf deren Website integriert.
So z.B. www.t-online.de (sofort erkennbar, dass es sich um die Google-Suche handelt)

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oder www.aol.com (nicht erkennbar, dass hier mit Google gesucht wird)

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Zudem zählen Google Maps und weitere Google-Dienste hier auch zu den „Websites im Suchnetzwerk“.

Ist der Haken bei „Werbenetzwerke“ gesetzt (Standard bei Google), werden somit auch auf ganz fremden Seiten Anzeigen geschalten. Die genaue Anzahl der (Partner-)Websites, auf denen die Google-Suche eingebunden ist, ist leider nicht bekannt. Ebensowenig, welche Seiten dies genau umfasst.

Einem unerfahrenen AdWords Nutzer ist dies sicherlich zu Beginn nicht ganz bewusst. Berücksichtigt werden sollte dies jedoch in jedem Fall, denn teilweise sorgen solche unbekannten Partner-Websites für viele Klicks ohne Qualität und sind somit verzichtbar.

Die genaue Übersicht, welches der drei Netzwerke wieviele Impressions, Klicks und Klickraten hatte, sieht man ebenfalls etwas versteckt durch die Auswahl des Segments „Netzwerk (mit Websites des Such-Netzwerks)“ und ist sehr hilfreich bei genau dieser Frage, welches Netzwerk sich nun lohnt und welches nicht.

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Diese zwei Beispiele zeigen, dass von Beginn an in AdWords darauf geachtet werden sollte, welche Einstellungen getroffen werden. Denn nicht jeder Standard ist optimal.

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