Das Fernsehen der Zukunft.

Die Entwicklung von neuen Fernsehen zeigen nicht erst seit der letzten IFA wohin die Reise geht.

Google stellt derzeit mit Android ein Betriebssystem bereit, welches neben mobilen Endgeräten in Zukunft mehr und mehr Einzug bei Fernsehgeräten haben wird. Abzuwarten bleibt noch, wie lange es dauert, bis Apple mit seinem IOS den Smart Home TV besetzen wird und mit einem eigenen Fernseher dann das Verhalten beim Fernsehschauen wieder einmal verändern wird. Hier ist der Phantasie ja keine Grenzen gesetzt. Wieder könnte Apple über Gestensteuerung, oder einer virtuellen Tastatur dem Betrachter die Möglichkeit verschaffen über neuartige Wege das Fernsehen zu bedienen und zu erleben.
Der Trend Smart TV gibt es ja schon seit längerem. Diverse Hersteller von Fernsehgeräten bieten ja heute schon Funktionen an, dass mit dem Fernseher im Internet gesurft werden kann. Bis Ende 2012 soll jeder vierte Haushalt über ein internetfähigen Fernseher verfügen. Was bedeutet aber diese Entwicklung für das Internet und für die Werbung im Fernsehen. In Zukunft werden sicherlich Werbeunterbrechungen ganz anders aufgebaut, als diese heute sind.

Wenn dann ein Werbespot zum neuen 1er BMW kommt, kann der Betrachter direkt über die Fernbedienung oder Tastatur über einen interaktiven Bereich eine Micro-Site aufrufen und sich die aktuellen Daten oder Vergleiche anzeigen lassen. Oder stellen Sie sich vor, Sie sehen gerade eine Werbung über die neue Kollektion von HUGO. Mit einem Klick sind Sie im Online-Shop und können sich in Ihrer Wunschgröße die Bekleidungstücke kaufen. Um das Parfüm aus der Fernsehwerbung schnell zu bekommen, müssen Sie nicht mehr in die nächste Parfümerie, per Klick kommen Sie direkt vom Werbespot in den Online-Shop von Douglas. Reportagen sind meistens bis zur Ausstrahlung schon nicht mehr aktuell. Hier kann nun der Betrachter direkt über ein Link sich die aktuelleren Beiträge oder sogar überarbeitete Filmbeiträge im Internet anschauen. Die Anforderung an die Werbung und vor allem an die Bewegtbilder wird nochmals deutlich wachsen. Auch die Bedeutung des Internetauftrittes wird hier nochmals steigen. Die Website wird nicht nur vom Rechner, vom Smart-Phone oder von einem Tablet-PC aufgerufen, sonder auch über den Fernseher. Die Auflösung von Full-HD sind hier ja mittlerweile als Standard zu sehen.

Internetauftritte müssen dann so dynamisch und flexibel aufgebaut sein, dass diese auch ohne Probleme am Fernseher angeschaut werden können. Sicher wird an dieser Stelle sein, dass die Betriebssysteme der Fernsehgeräte auf den Standard von HTML5 setzen werden. Denn wie bei Tablet-PCs oder Smart-Phones werden dort die identischen Browser zum Einsatz kommen. Modern programmierte Website, wie zum Beispiel mit einem 960 Grid passen sich dann schnell und ohne Probleme an die entsprechende Auflösung an. Ob in diesem Zuge Flash noch eine wesentliche Rolle spielt, bleibt abzuwarten. Vor allem wird hier sicherlich auch nochmals Apple eine wesentliche Rolle spielen – falls sie ein erwartendes Fernsehgerät auf den Markt bringen und deren Marktdurchdringung eine mögliche Rolle spielen könnte. Flash bietet heute mit der Run-Time-Umgebung von AIR bereits die Möglichkeit, Inhalte auf Androide abzubilden. Dies wird aber sicherlich nicht der kleinste gemeinsame Nenner der unterschiedlichen Plattformen sein. Das kommende Jahr wird es uns zeigen.

Veröffentlicht von

thomass

Thomas Seruset, Geschäftsführender Gesellschafter der zeroseven design studios in Ulm.

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