09.12.2011 AKTUELL // InDesign
geschrieben von thomass
news_publishing

Seit nicht all zu langer Zeit hat Adobe nun mit dem Update der Creative Suite auf Version 5.5 die Digital Publishing Suite in InDesign integriert. Alle User, die nicht auf eine aktuelle InDesign Version 5.5 updaten möchten, haben auch die Möglichkeit mit einer InDesign 5.0 Version in den Genuss des Digital Publishing für iPads zu kommen. Das setzt allerdings voraus, dass Sie über den Adobe Extension Manager die Adobe Folio Producer Tools installieren. Dies umfasst die InDesign-Plugins “Overley Creator”, “Folio Builder” sowie den “Content Viewer”.

Welche Funktionen stecken nun hinter diesen neuen Erweiterungen?

Nach der Installation einer aktuellen InDesign Version oder der Folio Producer Tools sind Sie nun in der Lage, innerhalb von InDesign “.folio-Dateien” zu erzeugen. Die Folio-Dateien kann man sich wie eine Art “Zip-Datei” vorstellen, die alle notwendigen Inhalte wie zum Beispiel Bilder, Videos und Sound über eine XML-Datei verwaltet. Hierbei muss besonders darauf geachtet werden, dass bei der Erstellung solcher Folio-Dateien jeweils für das Querformat am iPad als auch für das Hochformat eine eigene Datei erstellt wird. Die fertiggestellte Folio-Datei wird dann über die “Adobe Cloud” auf dem iPad publiziert. Adobe hat speziell für das digitale Publishing aus InDesign heraus einen Dienst zur Verfügung gestellt, wo jeder Producer die erstellten Folio-Dateien verbreiten kann. Hierfür ist es lediglich notwendig, dass Sie über “acrobat.com” eine Adobe-ID anlegen und die Folio-Dateien dann hier publizieren. Adobe stellt über den iTunes-Store die kostenlose App “Adobe Content Viewer” zur Verfügung. Über diese App können sie dann Ihre produzierten interaktiven Magazine abrufen und verbreiten. Je nach Programm, das Sie als Kunde oder Agentur wählen, ist es dann natürlich auch möglich, dass jeweils eine eigene App mit eigenen Icon über den iTunes-Store publiziert wird. In dieser App werden dann auch nur Ihre digitalen Magazine geladen.  Die Verbreitung von interaktiven Inhalten über den Cloud-Dienst von Adobe ist selbstverständlich kostenpflichtig. Hierbei bietet Adobe unterschiedliche Lizenzen an. Neben einer Single-Edition gibt es die Professional- und Enterprise Edition. Je nachdem in welchem Umfang Sie zukünftig Inhalte produzieren möchten, kommt jeweils eine andere Lizenz in Frage. Für Verlage zum Beispiel lohnt es sich in der Regel, die Enterprise Edition zu wählen. Alles in allem entscheidet einfach die Anzahl der digitalen Produktionen, welche Lizenz für Sie die Richtige ist.

Die Idee zukünftig aus einer Quelle mehrere Kommunikations-Kanäle zu bedienen, rückt immer näher. Adobe ist wahrlich schon ein sehr flexibles Publishing-Tool, um Inhalte digital zu publizieren oder auch automatisierte Katalogproduktion zu betreiben. Die Erweiterung der Folio Producer Tools bietet jeder Agentur und jedem Publisher neue Möglichkeiten. Geschäftsberichte oder auch Unternehmensbroschüren können nun direkt aus InDesign für das iPad produziert werden. Dieser Weg wird in Zukunft eine entscheidende Richtung sein. Das Benutzer- und Leseverhalten der User wird sich mit dem iPad nochmals verändern. Das iPad bietet jedem Menschen nun die Möglichkeit, alle seine wichtigen digitalen Inhalte just in Time dabei zu haben. Bücher, Filme, Musik oder auch Broschüren sind griffbereit auf dem iPad. So müssen Sie zukünftig nicht mehr ein 300 Seiten starkes Buch mit sich herumtragen, sondern haben auf dem iPad gleich eine Vielzahl von Büchern in der Hand. Wie genial zum Beispiel Prospekte für das iPad produziert werden können, zeigen reihenweise die Automobilhersteller wie BMW, Audi oder Porsche. Das interaktive Erlebnis von Produktbroschüren ermöglicht dem User vielfältige Betrachtungsweisen der Produkte.

0 Beiträge zu "Adobe Digital Publishing Suite (ADPS)"
Lass uns Deine Meinung wissen