Vergleich PaperVision3D – nulldesign3D

3D-Flash-Seiten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Für die Implementierung dieser 3D-Umgebungen gibt es mittlerweile eine Vielzahl an 3D-Engines die in die Projekte eingebunden werden können. Dazu gehören Sandy3D, Alternativa, Away3D und Papervision3D, um ein paar Beispiele aufzuzählen. Eine weitere Entwicklung kommt aus Deutschland und wurde von Lars Gerckens entwicklet: nulldesign3D oder kurz ND3D. Diese Engine zielt in ihren Grundsätzen, laut dessen Entwickler, auf Einfachheit, schnelle Entwicklung und eine kleine Dateigröße.

Doch kann diese Entwicklung einem Vergleich mit dem Primus PaperVision3D (PV3D) standhalten? Was hat ND3D zu bieten und was kann damit gemacht werden? Der erste Eindruck von ND3D wirkt sehr aufgeräumt und übersichtlich. Auch der Grundaufbau der Engine ist sehr einfach gehalten. Ohne vorige Kenntnisse sind die die Beispiele die von Gerckens mitgeliefert werden einleuchtend und verständlich. Jedoch gibt es derzeit noch keine weiteren Beispiele oder Tutorials die ND3D einem näher bringen könnten, abgesehen von den eben angesprochenen.

PV3D ist mit GreatWhite bereits in der 2. Version der Engine und hat damit einen immensen Vorteil gegenüber ND3D. Hier gibt es bereits unzählige Beispiele und Tutorials. Jedoch wirkt PV3D im ersten Moment etwas abschreckend, da es eine große Anzahl an Funktionen und Möglichkeiten mitliefert. Auch der Grundaufbau wirkt etwas umständlicher als bei ND3D.

Das oben beschriebene Phänomen wirkt sich auch noch auf die Dokumentation der Engines aus. PV3D bietet eine umfangreiche, gut ausgearbeitete Doku an, während die von ND3D noch etwas rudimentär ist, aber noch weiterentwickelt wird (ist derzeit noch im beta-Stadium). Beide Engines laufen insgesamt sehr flüssig und bieten mit den mitgelieferten Primitives und Objekten eine Vielzahl an Möglichkeiten 3D-Objekte ohne größere Probleme zu erstellen. Auch der Import von 3D-Modellen in die Szenerie ist bei beiden kein Problem. Während PV3D den Einbau von Collada- und ase-Dateien unterstützt, ist dies bei ND3D auf ase-Dateien beschränkt, was aber kein wirkliches Problem darstellt. Auch der Erstellung von eigenen Meshes mit Vertices steht bei den zweien nichts im Wege. Daher lässt sich sagen, das ND3D mithalten kann im Bereich der Objekte und deren Implemtierung in die Szene.

Ein großes Manko hat ND3D (derzeit noch?) gegenüber PV3D: Die Texturierung der Objekte. ND3D biete nur die Möglichkeit Bitmaps auf die Objekte zu mappen, hingegen bietet PV3D eine weitaus größere Bandbreite an Möglichkeiten mit Texturen umzugehen. Dabei möchte ich im Besonderen auf das MovieMaterial eingehen, welches ermöglicht MovieClips als Texturen zu verwenden und so interaktive 3D-Objekte erstellbar sind. Dies gibt es bei ND3D nicht. Es bleibt hier die Hoffnung das Gerckens nachzieht.

Denn insgesamt wirkt diese 3D-Engine sehr vielversprechend. Sie bietet dynamische Belichtung, blur-Berechungen auf Basis von der Distanz zur Camera und weitere Features welche die Arbeit mit ihr sehr angenehm machen. Auch gemessen an den oben erwähnten, eigenen Maßgaben sehr gelungen und kann sich auf jeden Fall mit PV3D messen lassen. Für kleinere Sachen und Animationen ist sie schon jetzt absolut empfehlenswert, da sie, wie gesagt, sehr leicht verständlich und performant ist. Sollte noch die Möglichkeit von interaktiven Texturen, beziehungsweise die Nutzbarkeit von MovieClips als Textur hinzukommen, ist nulldesign3D eine ernstzunhemende Alternative zu PaperVision3D.

Links:
nulldesign3d
www.nulldesign.de
www.nulldesign.de/nd3d-as3-3d-engine/
code.google.com/p/nd3d/downloads/list
www.nulldesign.de/nd3d/docs/index.html

PaperVision3D
www.papervision3D.org
blog.papervision3D.org
papervision3d.googlecode.com/svn/trunk/branches/GreatWhite/
www.papervision3d.org/docs/as3/

Sandy3D
www.flashsandy.org/
Alternativa
blog.alternativaplatform.com/en/
Away3D
away3d.com/