Auslandssemester 2.0: Zwischenruf aus Mexiko Episode II

“Saber para servir, servir para progresar”

Das ist der Leitspruch der Universidad de León und bedeutet so viel wie “Wissen, um zu dienen, dienen, um voranzuschreiten“.

Heute möchte ich Euch also von dem Uni-Alltag hier in Mexiko an der Universidad de León (UDL) berichten.

Am allerersten Tag meines Auslandssemesters werden zusammen mit den Koordinatoren des International Office die Kurse ausgewählt, die dann in dem sogenannten „Cuatrimestre“ belegt werden. Dabei müssen die Fächer, die in Deutschland an der Dualen Hochschule Baden Württemberg (DHBW) in diesem Semester anstehen, natürlich in Mexiko abgedeckt werden. Das heißt Stundenanzahl, ECTS und natürlich am wichtigsten der Inhalt der jeweiligen Materie müssen übereinstimmen. Die Kurse dann so zu legen, ohne dass sich Stunden bzw. Kurse überschneiden, kommt einem kleinen Kunstwerk gleich. Das System an der UDL ist so angelegt, dass man sich seine Kurse sowohl morgens, nachmittags oder auch abends legen kann. Denn viele Studenten müssen täglich einer Arbeit nachgehen, um sich das Studium finanzieren zu können. Die flexiblen Zeiten erleichtern den mexikanischen Studenten die Koordination da ungemein. Nach Abstimmung der Kurse mit dem Studiengangsleiter der DHBW kann’s dann am nächsten Tag aber auch schon losgehen.

Der Unterricht ist allgemein sehr verschult. Das macht sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass die Klassen sehr klein sind. Der größte Kurs, in dem ich bin, hat z. B. nur 18 Studenten. In dem kleinsten Kurs sind inklusive mir, fünf Studenten. Zum Anderen ist die Unterrichtsmethode der Lehrer hier vergleichbar mit den Vorlesungen an der DHBW. Stellt Euch also bitte keinen großen Hörsaal vor, in dem der Dozent einen länger andauernden Monolog hält. Es ist eher mit einer Unterrichtsstunde im Dialog und mit Interaktion zu vergleichen, wie man es auch noch von der Schule her kennt.

Dieses Cuatrimestre belege ich unter anderem Kurse wie „Planeación de Mercadotecnia“, in dem während des Cuatrimestres ein komplettes Marketingkonzept ausgearbeitet wird, oder „Legislación de Medios“, der sich mit Medienrecht befasst. Die Kurse sind echt interessant, zum Teil muss man sich aber schon extrem konzentrieren, um den Inhalten auf Spanisch folgen zu können. Die Dozenten stehen einem aber immer sehr hilfreich zur Seite und erklären etwas zur Not auch dreimal, was hin und wieder auch schon mal vorkommt.

Wie ihr an den Bildern sehen könnt, muss man sich hier auch rein platztechnisch etwas einschränken, denn in den Kursräumen sind für gewöhnlich diese grünen Bänke. Und glaubt mir – sie sind genau so bequem, wie sie aussehen.

Kursraum während des Auslandssemesters an der Universidad de Leon

Zwischen den Unterrichtsstunden gibt es immer eine 10-minütige Pause, in der lautstark im ganzen Gebäude die aktuellen Charts abgespielt werden. In einer kleinen Cafeteria kann man sich in den Pausen auch verschiedenste kalte und warme Speisen zu sehr guten Preisen holen.

Hier wird im Auslandssemster gegessen - Mensa der Universidad de Leon

Ich hoffe, durch meinen kurzen Bericht konntet ihr einen kleinen Einblick in das Uni-Leben an der UDL bekommen.

Hasta pronto,
Franzi

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